Über Risiken und Nebenwirkungen…

Ja, das Großeltern, Tante oder Onkel werden birgt auch Risiken. In meinem Fall zum Beispiel findet eine Art von Rückentwicklung statt, eine die ich sehr genieße: ich werde immer kindischer in letzter Zeit und das mit Herzensfreude. Mit Florina kann ich so viel herum albern, wie mit kaum jemandem anderen. Und lustigerweise kann schon so ein kleiner Knirpse sie blödeln wie die Großen. Wenn sie zum Beispiel das Fisch-Gesicht macht, das ihr auf dem Ikea-Duschvorhang so gefällt, dann brechen wir alle nieder vor Lachen. Oder wenn sie schummelt und dabei todernst bleibt, obwohl ihre Augen schon die Wahrheit verraten. 

Als Johannes Nichte uns mit 3 Jahren das erste Mal anflunkerte, war ich geschockt. So klein und schon so durchtrieben, dachte ich mir damals. Da war ich vermutlich noch zu „moralisch verbildet“ um zu begreifen, dass das ein Zeichen ihrer starken Denkfähigkeit und des kreativen Ausprobierens ist. Ach meine armen Kinder, was muss ich damals noch streng gewesen sein, als sie so klein waren. Risiko zwei: Ernüchternde Selbsterkenntnisse nicht ausgeschlossen!

Gestern erzählte mir eine liebe Bekannte, wie sich das Opa-Leben auf ihren Vater auswirkt: „Weißt du, mein Vater hatte immer ein bisschen etwas von Monk (aus der gleichnamigen Fernsehserie über den zwanghaften Detektiv) – jeder Flusel auf der Kleidung, auf den Möbeln stört ihn. Jedes Möbelstück muss pingelig genau ausgerichtet dastehen und geputzt sein und so weiter. Aber mit seinem Enkel wälzt er sich neuerdings in der Wiese herum – unfassbar!“

Wieder eine wohltuende Nebenwirkung. Florina, du Süße, ich freu mich schon aufs nächste Wochenende, wenn wir wieder gemeinsam im Bett hüpfen!

3 Gedanken zu „Über Risiken und Nebenwirkungen…

  1. Maria Hinterplattner

    Ja die Enkelkinder sind schon etwas besonderes.
    Sie gehören einem und auch wieder nicht!
    Man sollte vorsichtig sein mit seinen „gut gemeinten Ratschlägen“ und trotzdem immer abrufbereit sein.
    Leider bin ich nicht abrufbereit, meine Enkeltochter lebt in den USA, noch dazu an der Westküste!
    ein mal im Jahr komm ich sie besuchen, die Zeit genieße ich sehr mit ihr.
    Ich freu mich schon wenn sie allein verreisen darf und mich besuchen kommt!

    Antworten
    1. Kirschenoma Artikelautor

      Danke für deinen feinen Beitrag, liebe Maria! Oh, das stell ich mir schwer vor, wenn man die geliebte Enkeltochter so selten sieht. Aber wenn sie dann mal alleine auf Besuch kommen wird, wird es besonders sein für euch beide und sicher auch öfter! Wie gut, dass es heuet schon Skype und co gibt, gell?

      Antworten
  2. Johannes

    Ja, die Oma. Kindisch war sie immer schon, aber mit Florina darf sie es jetzt noch ungehemmter zeigen als schon vorher. Es ist wunderschön zu beobachten, wie beim bloßen Denken an die Kleine ein breites Grinsen über das Gesicht huscht und dann aber auch nicht mehr so schnell weg geht. Echte Liebe eben.
    Freue mich, dass ich das miterleben kann!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.