Vergiss mein nicht

FridagrafikEs ist Urlaubszeit, für mich genau genommen Kurzeit. Endlich fahre ich mal für drei Wochen weg und kümmere mich um mich selbst. Mein vielbeschäftigter Mann kommt nach 1 1/2 Wochen nach und bleibt für sage und schreibe 8 Tage. Drei Wochen abschalten, entspannen, im schönen Salzburg. Der Empfang ist dort nicht sooo gut? Gar nicht schlecht! Da sind wir vor Anrufen – ja, auch den familiären wie etwa von meiner Mutter, die wieder einmal genug hat von allen Männern – und den Tonnen beruflicher e-Mails, die mein Mann kriegt, hoffentlich sicher. Und in Johannes Quartier gibt es angeblich nicht einmal einen Fernseher. Klingt für mich wie das Paradies. Aber trotz der Vorfreude plagt mich ein Gedanke sehr. Hoffentlich sind drei Wochen nicht zu lang! Wird sie mich noch erkennen, die geliebte Enkelprinzessin, nach 3 Wochen Pause? Fremdeln tut sie ja nicht mehr. Aber eine gewisse Aufwärmphase braucht sie schon immer, wenn sie jemanden länger nicht gesehen hat. Dann verzieht ihr süßes Gesichtchen, die Mundwinkel klappen nach unten, der Blick wird forschend und die Miene gleichzeitig verschlossen. Besonders Männer lösen diesen Effekt bei Florina immer noch aus. Ganz die Mama, bei der war das einst genau so. In dieser Situation ernten dann eben nur die ganz nahen und vertrauten Menschen das entzückende Feenlachen. Und zu denen zähle im Moment auch ich. Es war ausdrücklicher Wunsch meiner Tochter, dass wir uns regelmäßig sehen und sich Florina jede Woche ein bisschen mehr an die Omi gewöhnen kann.

Mit liebevollem Unfug und Geblödel, Geduld und Ruhe bewahren auch bei Schreiattacken habe ich also in den letzten 1 1/2 Jahren das Vertrauen meiner Enkeltochter gewonnen. Heute weiß sie schon zu Mittag, dass später die Mmi kommt. Kaum sieht sie mich und strahlt. Ein schöneres Geschenk gibt es für mich kaum im Moment! Aber wie lange noch? Was, wenn ich jetzt drei Wochen auf Omi-Urlaub bin? Wie lange bleibt man in so einem Kleinkindhirn präsent, wo die doch jeden Tag 1000 neue Dinge lernen und verarbeiten. Wie gut, dass sie die wunderschönen Fotoalben so liebt, die Valerie gestaltet. Auf den Fotos erkennt sie schon alle. Skypen oder so was, wären das vielleicht Varianten, mich in Erinnerung zu behalten? Ich probier‘ es einfach und mach jetzt gleich mal einen FaceTime-Anruf von der Alm. Hoffentlich habe ich genug Empfang!

 

PS: Das wunderbare Urlaubsbild verdanke ich FridaF:-)

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