Kategorie-Archiv: Generationen

Eine Generation genügt oft schon

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Als mich die Enkelprinzessin am Wochenende fragte: „Darf man feuchtes Klopapier überhaupt ins WC werfen?“ war ich perplex. Erstens: Worüber ein noch keine 5 Jahre altes Kind schon so nachdenkt. Zugegeben, sie ist natürlich die klügste, begabteste und intelligenteste 4 3/4 Jährige der Welt:-) Und die Liebste sowieso!! Aber dennoch überraschend. Ad hoc konnte ich die Frage gar nicht beantworten, muss ich zu meiner Schande gestehen. Dabei sammeln wir seit etwa 28 Jahren  unseren Müll und trennen ihn ziemlich genau. Ich erinnere mich, wie es dazu kam.

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Wunsch & Wirklichkeit

Daumenbild„Wann kann ich wieder bei dir schlafen, Omi?“ mit dieser Frage beglückte mich die Enkelprinzessin am Wochenende. „Montag in einer Woche, Herzerl“ strahle ich sie an. Darauf sagt Florina im Brustton der Überzeugung: „Vier Mal!“ Das wäre ja besonders, besonders schön, einmal ein bisschen länger Zeit gemeinsam zu verbringen. Zwei Mal hinter einander haben wir schon geschafft, ganz locker. Aber dann kam die Sache mit dem Daumen… Weiterlesen

Kurbesuch

die nette Kurbetreuung

Schwester Dr. Luzi

Die Oma aus dem Kirschenbaum ist gerade auf Kur. Jaja, im höheren Alter machen sich schon die einen oder anderen Wehwehchen bemerkbar! Glücklicherweise erwarte ich die Enkelprinzessin und ihre liebe Mama zu Besuch. Und weil da, wo ich wohne,  Jagdtrophäen wie etwa ein mächtiger Elch an der Wand hängen, warne ich Florina vor: „Bitte schreck‘ dich nicht, da hängen ausgestopfte tote Tiere an der Wand“. „Uaahh, was machen wir denn da?“ fragt Florina. „Wir machen einfach die Augen zu, wenn wir durch die Eingangshalle gehen. In meinem Zimmer sind dann keine Tiere.“ „Aber Omi, dann sehen wir ja nicht, welchen Weg wir gehen müssen!“ erklärt mir die Süße darauf hin.

Wie recht die Knirpse doch oft haben:-)

Mädchenträume

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Als ich ein Kind war, in den 60er Jahren, da tat sich gerade besonders viel in Sachen Raumfahrt, all die Apollos u.a. starteten in den unendlichen Raum. Niemals werde ich die Mondlandung im TV vergessen. Wir hatten schon früh ein Fernsehgerät. Da lag ich damals im Wohnzimmer auf dem Teppich vor dem Apparat, hinter mir die Eltern am Esstisch und wie gebannt verfolgten wir alle das aufregende Geschehen.  Weiterlesen

Die Sache mit dem Einmischen

eda-ovoschi-27171Seit einiger Zeit schleiche ich schon um dieses Thema herum: Soll ich oder soll ich nicht darüber schreiben? Der gestrige Plausch mit meiner Freundin Melissa war ausschlaggebend: ich tu’s!

Als Eltern erwachsener Kinder sind wir ja meistens stolz auf sie, erfreuen uns an ihrem Tun, ihrem persönlichen Weiterkommen und dem guten Gelingen ihres Lebens. Und wir sind auch in schlechten Zeiten für sie da, wenn sie das möchten. Manchmal müssen wir aber auch Entwicklungen oder Verhaltensmuster im Leben unserer großen Kinder beobachten, bei die uns Sorgen machen. Bei denen wir fürchten, dass sie früher oder später jedenfalls Ursache oder Auslöser solcher schwierigen Zeiten sein werden. Das kommt nicht von ungefähr, weil es oft ja auch mit dem zu tun hat, was wir ihnen phasenweise vorgelebt haben. Weiterlesen

Krawuzi Kapuzi

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Vorige Woche hatte ich meine Première als Kasperlspielerin und Stückautorin:-) Gemeinsam mit der Kindesmama, einer meiner Lieblingsfreundinnen, haben der Kasperl, seine Freunde und ich für eine kleine Extraeinlage beim Geburstagsfest ihrer Tochter gesorgt.  Da die Gäste hauptsächlich zwischen 2,5 und 3,5 Jahre alt waren, hat das Stück nur ganz kurz gedauert, 12 Minuten und ein Thema aus dem Alltag der Kinder behandelt: Das oftmals unbeliebte An- und Ausziehen. Entzückend war, mit welcher Begeisterung alle mit dabei waren und wie selbst die Kleinsten aus dem Publikum eifrig mit dem Kasperl redeten! Weiterlesen

Selbst-Reflexion

Jede neue Rolle ist ja auch immer ein Anlass zur Reflexion und Selbstreflexion. Als meine Tochter Valerie damals schwanger war, habe ich meine eigenen Erinnerungen Revue passieren lassen an diese aufregende Zeit. Als die Enkelprinzessin geboren war und eigentlich seither immer wieder erinnert sich Florina an Situationen, als sie selbst und ihre Geschwister klein waren. Meistens komme ich da als Mutter ganz gut weg, aber natürlich nicht immer. Muss man aushalten, stimmt ja auch, wenn ich ehrlich bin in der Selbstreflexion. Jede/r macht auch Fehler in der Begleitung und Erziehung. Schon als Kinder waren meine Kinder immer wieder strenge, aber gute LehrmeisterInnen für mich. Wichtig ist, wir haben alle versucht, unser Bestes zu geben. Wichtig ist, die Kinder ernst zu nehmen in ihren Bedürfnissen, wie klein sie auch sein mögen, ohne sich selbst dabei aufzugeben. Und dass man als Großeltern oft mehr Ruhe und Geduld für die Enkel hat, ist auch ganz normal. Schließlich haben wir meist nicht mehr 24 Stunden 7 Tage die Woche die Verantwortung für sie!

Die Übung zur Selbstreflexion hat bei unserer süßen Enkelprinzessin schon begonnen. Vorgestern war sie auf Besuch bei uns, ich hatte ihr eine Erdbeerkette versprochen, die ich für sie genäht hab. Florina: „Omi, bitte gib sie mir jetzt, die Erdbeerkette!“ Ich wurschtle herum, leider hat sie sich verwickelt und klemmt an einem Stift. „Wart ein bisschen“, sag ich zu ihr, „sie hat sich da irgendwie verwickelt, ich geb‘ sie dir gleich.“ Darauf antwortet mir die kleine Fee, 2 Jahre und 10 Monate alt: „Weißt du Omi, ich bin halt so ungeduldig!“

Über Risiken und Nebenwirkungen…

Ja, das Großeltern, Tante oder Onkel werden birgt auch Risiken. In meinem Fall zum Beispiel findet eine Art von Rückentwicklung statt, eine die ich sehr genieße: ich werde immer kindischer in letzter Zeit und das mit Herzensfreude. Mit Florina kann ich so viel herum albern, wie mit kaum jemandem anderen. Und lustigerweise kann schon so ein kleiner Knirpse sie blödeln wie die Großen. Wenn sie zum Beispiel das Fisch-Gesicht macht, das ihr auf dem Ikea-Duschvorhang so gefällt, dann brechen wir alle nieder vor Lachen. Oder wenn sie schummelt und dabei todernst bleibt, obwohl ihre Augen schon die Wahrheit verraten.  Weiterlesen

Mensch sein in Österreich

Denken wir an die Generation UNSERER Großeltern. Viele hätten ohne Flucht gar nicht überlebt vor 70, 80  Jahren. Meine eigene Großeltern hatten während des Krieges in Wien nicht genug Essen für ihre drei Kinder. Die Omi hatte Glück, sie musste nicht sehr weit weggehen, ist mit meiner Mutter, meiner Tante und dem Onkel nur nach Niederösterreich übersiedelt. Oder die Carepakete nach dem Krieg.

Jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir gerade in Österreich, in Europa für die Menschen aus anderen Kontinenten da sein müssen!

Deshalb ist es mir ein Anliegen, die heutige Demonstration der Privatinitiative 
Mensch sein in Österreich
-gemeinsam gehen für menschliche Verhältnisse in Traiskirchen- „

zu posten. Die Demonstration findet heute am 31.08.2015 / 18.00 bis ca. 20.30 Uhr statt

Start: 18.00 Christian-Broda Platz (Mariahilferstr.) 
Marsch ab: 18.30 über Mariahilferstr.
Ende: 20.30 Mariahilferstr. / MQ – Marcus Omofuma Statue

Wer auch immer kann, bitte auch danach helfen, wo es nur geht. SPENDEN an anerkannte Organisationen lassen sich vom Lohnsteuerausgleich eben so absetzen wie bei Selbständigen. Praktisch helfen kann man bei neben der Caritas auch bei

www.happythankyoumoreplease.at

 

Fußballprägung

Rapidpulli

Zu welcher Fußballmanschaft man den rest seinens lebens hält, das entscheidet sich laut Soziologen im ALter zwischen 7 und 9 Jahren. Stark prägend dafür sind natürlich oft die Vorgenerationen – in den meisten Fällen die Papas oder Opas. Bei mir war es mein Volksschulfreund Gerald. Er war Austrianer und ein guter Kicker. Also habe ich mich ihm angeschlossen, in der Hoffnung, dann auch mit den Buben mitspielen zu dürfen. Weiterlesen