Kategorie-Archiv: Enkelprinzessin

Geschwisterliebe

ZauberstabAls ich drei Jahre alt war, vor laaaanger Zeit, wurde meine Schwester geboren. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Meine Begeisterung hielt sich damals in Grenzen, in sehr engen Grenzen sogar. Alle fanden sie ja soooo süß, so herzig, goldig,…..Was meine Familie von damals berichtet, macht mich nicht stolz, aber lustig klingt es allemal: Mit einer großen Gabel bewaffnet näherte ich mich kurz vor dem Mittagessen dem Stubenwagen aus Weidengeflecht, in dem meine Schwester lag. Weiterlesen

Die schönsten Geschenke

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Gerade liegt meinen Geburtstag für heuer hinter mir, mit 55 ein „halbrunder“. Was vor ein paar Jahren noch eine erschreckende Vorstellung war, ist jetzt unaufgeregter Zurkenntnisnahme gewichen. Eine Omi eben! Zugegeben, wilde Parties gab es heuer nicht. Und im Moment kann ich mir solche auch gerade nicht vorstellen, dafür bin ich zu erschöpft. Aber über den feinen Abend mit Freunden und einem wirklich guten Essen, das wunderschöne Geschenk meines lieben Mannes und die vielen lieben Nachrichten und Anrufe habe ich mich sehr gefreut. Das schönste Geschenke – ich muss es zugeben – bekam ich aber von der Enkelprinzessin, derzeit 4 3/4 Jahre alt! Es war ihre Nachricht in meiner Mailbox, nachdem sie gegen Abend von ihrem Lieblingsfreund nach Hause gekommen war: „Omi, ich wünsche dir was ganz Gutes zum Geburtstag und ich hoffe, dein Essen schmeckt gut und du hast Freude an deinem Geburtstag. Ich schick‘ dir ganz viele Bussis.“

Dem Himmel sei Dank, dass wir uns gegen 20 Uhr dann doch noch erreicht haben. Da konnten wir auch klären, dass in ein paar Tagen die Familie gemeinsam gleich zwei Geburtstage feiern wird. „Was, zwei Geburtstage?“ meinte Florina darauf, „Gibt es dann auch zwei Torten?“

Wunsch & Wirklichkeit

Daumenbild„Wann kann ich wieder bei dir schlafen, Omi?“ mit dieser Frage beglückte mich die Enkelprinzessin am Wochenende. „Montag in einer Woche, Herzerl“ strahle ich sie an. Darauf sagt Florina im Brustton der Überzeugung: „Vier Mal!“ Das wäre ja besonders, besonders schön, einmal ein bisschen länger Zeit gemeinsam zu verbringen. Zwei Mal hinter einander haben wir schon geschafft, ganz locker. Aber dann kam die Sache mit dem Daumen… Weiterlesen

Phillip im Museum

IMG_1936 (2)Florina und ich waren vor ein paar Wochen im Naturhistorischen Museum. Die Hauptattraktion war die Dinosaurierabteilung und dort vor allem das Skelett des Tyrannosaurus Rex. Das ist wirklich – hm – beeindruckend. In freier Wildbahn wären wir dem beide nicht gerne begegnet, die Enkelprinzessin und ich. Spannend war es, zu beobachten, wie sie sich einerseits ein bisschen gefürchtet hat, gleichzeitig aber auch fasziniert von dem knöchernen „Monster“ war. Ganz ähnliche Beobachtungen kann man im Kindertheater machen. Da wird die Hexe aus Hänsel und Gretel gefürchtet und gehasst, trotzdem sind fast alle voll dabei, wenn sie am Ende  im Ofen landet. Da zeigt sich eine Bandbreite von Erleichterung bis Begeisterung bei Florina und den anderen für die gerechte Bestrafung des Bösen. Weiterlesen

Kurbesuch

die nette Kurbetreuung

Schwester Dr. Luzi

Die Oma aus dem Kirschenbaum ist gerade auf Kur. Jaja, im höheren Alter machen sich schon die einen oder anderen Wehwehchen bemerkbar! Glücklicherweise erwarte ich die Enkelprinzessin und ihre liebe Mama zu Besuch. Und weil da, wo ich wohne,  Jagdtrophäen wie etwa ein mächtiger Elch an der Wand hängen, warne ich Florina vor: „Bitte schreck‘ dich nicht, da hängen ausgestopfte tote Tiere an der Wand“. „Uaahh, was machen wir denn da?“ fragt Florina. „Wir machen einfach die Augen zu, wenn wir durch die Eingangshalle gehen. In meinem Zimmer sind dann keine Tiere.“ „Aber Omi, dann sehen wir ja nicht, welchen Weg wir gehen müssen!“ erklärt mir die Süße darauf hin.

Wie recht die Knirpse doch oft haben:-)

Wer weiß auf alles eine Antwort?

kleines-madchen-zahneputzen-im-badezimmer_1308-2796Die Enkelprinzessin Florina und mit ihr wohl die meisten Kinder ab 4 oder 5. Wieder und wieder bin ich erstaunt über die Kreativität und ja, auch „Logik“ der Kinder. Kleines Beispiel gefällig? Florina schläft bei uns, es ist kurz vor dem ins Bett gehen. Sie hat ihre Zahnbürste (rosarot mit Prinzessin darauf – derzeit einfach UNVERMEIDBAR;-)) mit Zahncreme beladen und putzt eifrig. Üblicherweise haben wir dafür einen Holzhocker, damit sie zum Waschbecken kommt. Heute hab‘ ich aber vergessen, ihn ins Bad zu tragen. Also putzt sie, angelehnt an die Badewanne und schaut mir interessiert beim  Umziehen zu. Plötzlich dreht sie sich um, spuckt in die Wanne und meint dann ganz selbstverständlich: „Weil ich keine andere Alternative gefunden habe.“

 

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Mädchenträume

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Als ich ein Kind war, in den 60er Jahren, da tat sich gerade besonders viel in Sachen Raumfahrt, all die Apollos u.a. starteten in den unendlichen Raum. Niemals werde ich die Mondlandung im TV vergessen. Wir hatten schon früh ein Fernsehgerät. Da lag ich damals im Wohnzimmer auf dem Teppich vor dem Apparat, hinter mir die Eltern am Esstisch und wie gebannt verfolgten wir alle das aufregende Geschehen.  Weiterlesen

Selbst-Reflexion

Jede neue Rolle ist ja auch immer ein Anlass zur Reflexion und Selbstreflexion. Als meine Tochter Valerie damals schwanger war, habe ich meine eigenen Erinnerungen Revue passieren lassen an diese aufregende Zeit. Als die Enkelprinzessin geboren war und eigentlich seither immer wieder erinnert sich Florina an Situationen, als sie selbst und ihre Geschwister klein waren. Meistens komme ich da als Mutter ganz gut weg, aber natürlich nicht immer. Muss man aushalten, stimmt ja auch, wenn ich ehrlich bin in der Selbstreflexion. Jede/r macht auch Fehler in der Begleitung und Erziehung. Schon als Kinder waren meine Kinder immer wieder strenge, aber gute LehrmeisterInnen für mich. Wichtig ist, wir haben alle versucht, unser Bestes zu geben. Wichtig ist, die Kinder ernst zu nehmen in ihren Bedürfnissen, wie klein sie auch sein mögen, ohne sich selbst dabei aufzugeben. Und dass man als Großeltern oft mehr Ruhe und Geduld für die Enkel hat, ist auch ganz normal. Schließlich haben wir meist nicht mehr 24 Stunden 7 Tage die Woche die Verantwortung für sie!

Die Übung zur Selbstreflexion hat bei unserer süßen Enkelprinzessin schon begonnen. Vorgestern war sie auf Besuch bei uns, ich hatte ihr eine Erdbeerkette versprochen, die ich für sie genäht hab. Florina: „Omi, bitte gib sie mir jetzt, die Erdbeerkette!“ Ich wurschtle herum, leider hat sie sich verwickelt und klemmt an einem Stift. „Wart ein bisschen“, sag ich zu ihr, „sie hat sich da irgendwie verwickelt, ich geb‘ sie dir gleich.“ Darauf antwortet mir die kleine Fee, 2 Jahre und 10 Monate alt: „Weißt du Omi, ich bin halt so ungeduldig!“

Konsequent zu Ende gedacht

KOKZ7504Unlängst verbrachten wir einen sehr gemütlichen Familiensonntag bei Valerie, ihrem Mann und Fortan. Phillip und Rosinchen waren auch da, Valerie hat gekocht, wir haben miteinander geplaudert, ich hab mir die neuesten Kinderbuch-Entdeckungen von Valerie angeschaut. Sie hat da ein besonderes Händchen dafür. Zwei meiner Favoriten schreib ich dann auch gleich in die Kinderbuch-Tipps.

Florina hat zuerst gezeichnet und dann mit einer Kleinkinderschere – ganz runde Spitzen, also ungefährlich – lauter Fransen in ein Stück Papier geschnitten. Das sah nach sehr viel Arbeit aus, denn musste noch nach jedem Schnitt die beiden Finger aus den Scherenlöchern nehmen, die Schere mit beiden Händen aufklappen, dann Daumen und Zeigefinger wieder rein in die Löcher und Schnitt. Ja, so funktioniert nun mal der Lernprozess.

Nach einer Weile kommt ihr Papa Michi mit ihr auf dem Arm zu uns in die Küche. „Schaut ma, was Florina gemacht hat“ sagt er und kann das Grinsen kaum verkneifen. Vorne in der unteren Mitte ihres T-Shirts prangt ein Loch. Valerie fragt „Florina, warum hast du denn das gemacht? Bitte mach das nicht mehr, da ist ja das Leiberl dann kaputt.“ Darauf Florina: „So komme ich besser zu meinem Bauchnabel.

Und aus war’s mit der Beherrschung, bei uns allen.