Kategorie-Archiv: Pädagogik & so

Geschenke-Wahn

Wann, wenn nicht jetzt, ist das ein großes Thema. Zuerst aber die Vorgeschichte. Mein lieber Mann Johannes und ich waren unlängst zu einem Kindergeburtstag eingeladen. Dort fanden wir vor: ein entzückendes dreijähriges Mädchen, aufgeweckt und interessiert , daneben einen BERG an Geburtstagsgeschenken für sie. Was die süße Maus am meisten interessiert hat? Ballspielen mit uns und dem Luftballon, so wie das allgemeine Herumalbern mit den allseits bekannten Roll-Tröten. Leider war Papa der Meinung, sie müsse jetzt partout ihre Geschenke auspacken und bewundern. Ok, dem einen oder anderen Päckchen widmete sie sich 3-4 Minuten. Danach wollte sie aber jedes Mal weiter mit uns anderen Luftballon-Spielen. Nun ist der Moment gekommen, an dem ich – wie schon so oft – die Klugheit meiner Tochter Valerie feiern möchte. Bei ihr und für die Enkelprinzessin gibt es klare Regeln: Zum Geburtstag, zu Weihnachten, darf jedes Paar, jede, jeder aus der nahen Verwandtschaft ein Geschenk machen. Zu Weihnachten koordiniert sie alles mit allen, damit es auch da nicht zu einer Überhäufung kommt. Wir Erwachsenen losen am Anfang des Advents Engerl und Bengerl untereinander aus und das war es mit Geschenken. Kann ich nur sehr empfehlen, ein große Entlastung für alle:-)

 

Schutz für Kinderaugen

Heute leider mal ein Thema, das „lästig“ ist, aber so wichtig, dass ich es verbreiten muss: Die  Kurzsichtigkeit nimmt bei Kindern und Jugendlichen weltweit rasant zu. Hauptursache dafür ist, dass sie viel zu viele Tätigkeiten in der Nähe machen: Handy, Tablett und Computer sollten nur kurze Zeit am Tag verwendet werden. Fachleute empfehlen, maximal eine Stunde pro Tag!

Als Ausgleich brauchen vor allem Kinder und Jugendliche  täglich zwei Stunden Aufenthalt im Freien. Für uns Erwachsene wäre das ja eigentlich auch gesund. Für ihre Gesundheit lohnt es sich, dass wir dafür mit den Kindern in den Ring steigen.

Zum Trost für alle: Auch, wer einmal pro Stunde 5 Minuten auf Instagram etc. schaut, bleibt damit 12 Stunden lang am Ball 😉Tolle Tipps dazu findet ihr hier:

https://www.skriboth.at/blog/7-tipps-damit-ihr-kind-nicht-internetsüchtig-wird https://www.sportoptiker.at/2018/08/31/kurzsichtigkeit-bei-kindern-und-jugendlichen-steigt-rasant-a

Eine Generation genügt oft schon

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Als mich die Enkelprinzessin am Wochenende fragte: „Darf man feuchtes Klopapier überhaupt ins WC werfen?“ war ich perplex. Erstens: Worüber ein noch keine 5 Jahre altes Kind schon so nachdenkt. Zugegeben, sie ist natürlich die klügste, begabteste und intelligenteste 4 3/4 Jährige der Welt:-) Und die Liebste sowieso!! Aber dennoch überraschend. Ad hoc konnte ich die Frage gar nicht beantworten, muss ich zu meiner Schande gestehen. Dabei sammeln wir seit etwa 28 Jahren  unseren Müll und trennen ihn ziemlich genau. Ich erinnere mich, wie es dazu kam.

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Kreativ-Pause

CoverwerwecktSie war wirklich lang, meine Blog-Pause. Aber meine „Ausrede“ kann ich euch jetzt mit großer Freude hier vorstellen: „Wer weckt mich da?“, mein erstes Kinderbuch ist fertig. Als ich die Geschichte schrieb, war sie natürlich allem voran für meine Enkelprinzessin Florina gedacht. Genauer gesagt für ihren vierten Geburtstag. Während der Entwicklung bekam ich aber schon so tolle Feedbacks, dass ich es gewagt habe, das Buch in größerer Stückzahl drucken zu lassen. Inzwischen ist es auch schon in einigen Buchhandlungen erhältlich. Für eine Leseprobe und Bestellung einfach e-Mail an angela.szivatz@chello.at schicken.

ACHTUNG: Die Lektüre des Buches kann eure Hörgewohnheiten verändern! Denn ob Kinder, Eltern, Großeltern u.a.: Wer bei dem Plan der kleinen Vögel genau aufpasst, hört ihnen auch im Garten, im Park und sonst überall mit frischer Aufmerksamkeit zu!

 

Konsequent zu Ende gedacht

KOKZ7504Unlängst verbrachten wir einen sehr gemütlichen Familiensonntag bei Valerie, ihrem Mann und Fortan. Phillip und Rosinchen waren auch da, Valerie hat gekocht, wir haben miteinander geplaudert, ich hab mir die neuesten Kinderbuch-Entdeckungen von Valerie angeschaut. Sie hat da ein besonderes Händchen dafür. Zwei meiner Favoriten schreib ich dann auch gleich in die Kinderbuch-Tipps.

Florina hat zuerst gezeichnet und dann mit einer Kleinkinderschere – ganz runde Spitzen, also ungefährlich – lauter Fransen in ein Stück Papier geschnitten. Das sah nach sehr viel Arbeit aus, denn musste noch nach jedem Schnitt die beiden Finger aus den Scherenlöchern nehmen, die Schere mit beiden Händen aufklappen, dann Daumen und Zeigefinger wieder rein in die Löcher und Schnitt. Ja, so funktioniert nun mal der Lernprozess.

Nach einer Weile kommt ihr Papa Michi mit ihr auf dem Arm zu uns in die Küche. „Schaut ma, was Florina gemacht hat“ sagt er und kann das Grinsen kaum verkneifen. Vorne in der unteren Mitte ihres T-Shirts prangt ein Loch. Valerie fragt „Florina, warum hast du denn das gemacht? Bitte mach das nicht mehr, da ist ja das Leiberl dann kaputt.“ Darauf Florina: „So komme ich besser zu meinem Bauchnabel.

Und aus war’s mit der Beherrschung, bei uns allen.

 

Über Risiken und Nebenwirkungen…

Ja, das Großeltern, Tante oder Onkel werden birgt auch Risiken. In meinem Fall zum Beispiel findet eine Art von Rückentwicklung statt, eine die ich sehr genieße: ich werde immer kindischer in letzter Zeit und das mit Herzensfreude. Mit Florina kann ich so viel herum albern, wie mit kaum jemandem anderen. Und lustigerweise kann schon so ein kleiner Knirpse sie blödeln wie die Großen. Wenn sie zum Beispiel das Fisch-Gesicht macht, das ihr auf dem Ikea-Duschvorhang so gefällt, dann brechen wir alle nieder vor Lachen. Oder wenn sie schummelt und dabei todernst bleibt, obwohl ihre Augen schon die Wahrheit verraten.  Weiterlesen

Fußballprägung

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Zu welcher Fußballmanschaft man den rest seinens lebens hält, das entscheidet sich laut Soziologen im ALter zwischen 7 und 9 Jahren. Stark prägend dafür sind natürlich oft die Vorgenerationen – in den meisten Fällen die Papas oder Opas. Bei mir war es mein Volksschulfreund Gerald. Er war Austrianer und ein guter Kicker. Also habe ich mich ihm angeschlossen, in der Hoffnung, dann auch mit den Buben mitspielen zu dürfen. Weiterlesen

Nach dem Fasching

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Zuerst mal möchte ich erzählen, wie Florina für das Faschingsfest im Kindergarten verkleidet war. Valerie, ihre Mama fragte: „Möchtest du als Tiger verkleidet sein?“ „Ja, juhu“ ruft das Kind. Also näht Mama aus zwei Pyjamas einen entzückendes Kostüm. „Und Nase und Wange angemalt“ berichtet die Enkelprinzessin mir am Tag nach dem Fest. Und sie erzählt weiter:

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Warteschlange vor der Kassa

Das war immer schon eine Herausforderung: die vielen Süßigkeiten, die im Supermarkt extra auf Augen- und Fingerhöhe der Kinder im Einkaufswagen arrangiert sind. Kein Wunder, wenn es da immer wieder zu Szenen kommt, während man sich mit Kind oder Enkelkind anstellt. Ein Ärgernis, dass man das nicht verhindern kann als KonsumentIn. Oder vielleicht doch?

Eigentlich müsste das doch auch ein Fall für den Werberat sein. Denn es werden ja bewusst kleine Menschen verführt, von denen man die Einsicht noch nicht erwarten kann, wie ungesund das Angebot dort für sie ist. Und dass nicht bei JEDEM Einkauf was Süßes dabei sein kann. Wir alle, die uns das ärgert, sollten das Thema mal dort einkippen, Im Supermarkt. Ich glaube, wir sind viele. Und es lohnt sich vielleicht, deshalb auch mal einen Shitstorm auf FB und Beschwerdemails an die Konzerne und jeweiligen Filialen zu starten!

Noch einmal ADHS

Bin gerade auf einer Fortbildung in Deutschland, wo ich nach einer Trainerinnenausbildung im Frühjahr jetzt eine Spezialisierung zur Visualtrainerin absolviere. Das Visual-Training beschäftigt sich mit unserem komplexen visuellen System, das für das Zusammenspiel von Augen, Gehirn und Körperkoordination zuständig ist.  Habt Ihr zum Beispiel gewusst, das Babies, die nicht krabbeln, später sehr oft Augenprobleme und/oder Koordinations- und Orientierungsdefizite haben? Weiterlesen